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Mariapfarr: der junge Prister Joseph Mohr schrieb 'Stille Nacht'

Joseph Mohr wird als Hilfspriester nach Mariapfarr geschickt, der Heimatgemeinde seines ihm unbekannten Vaters. Wo ihn Pfarrer Stoff seinem 86jährigen Großvater vorgestellt.

Mariapfarr: der junge Prister Joseph Mohr schrieb 'Stille Nacht'
Joseph Mohr wird als Hilfspriester nach Mariapfarr geschickt, der Heimatgemeinde seines ihm unbekannten Vaters. Wo ihn Pfarrer Stoff seinem 86jährigen Großvater vorgestellt.

Anschließend wird Joseph Mohr als Hilfspriester nach Mariapfarr ins Salzburger Hochtal Lungau geschickt, der Heimatgemeinde seines ihm unbekannten Vaters. Dort wurde er vom ansässigen Pfarrer Stoff auf einem Spaziergang seinem 86jährigen Großvater vorgestellt. Dieser Badehausbetreiber und heilkundige alte Mann führt den jungen, aufgeklärten Priesterenkel in das Brauchtum dieser sagenhaften Welt des Lungaus ein. Das in seiner Ursprünglichkeit gelebte Brauchtum und eine lateinisch-deutsch gesungene Christmette beeindruckten Joseph so sehr, daß er 1816 in Mariapfarr dieses "Weyhnachtslied" schrieb. Das es nicht schon im gleichen Jahr zur Aufführung kam, hat wohl damit zu tun, daß bei Joseph, wohl durch die langen Versehgänge durch das Hochgebirge und einen sehr frühen Wintereinbruch, ein altes Lungenleiden, die Tuberkulose, aufbrach. Diese Volkskrankheit Nr.1 bei den Armen hatte er sich in seiner Kindheit, in den nassen kalten Räumen der Steingasse zugezogen. Als sich sein Zustand im Juli 1817 immer noch nicht gebessert hatte, brachte ihn Pfarrer Stoff ins Krankenhaus nach Salzburg. Während sich Joseph dort sechs Wochen auskurierte, empfahl Stoff seinem Freund Pfarrer Joseph Kessler ihn nach Oberndorf zu nehmen.